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Meilensteingottesdienst

Meilensteingottesdienst
Meilensteingottesdienst
© Arnold Strieder

250 Gläubige waren am Sonntag, 17.06.2018, in die Heilig Kreuz Kirche Weilburg gekommen, um mit Weihbischof Dr. Thomas Löhr einen Meilenstein auf dem Weg zur Pfarrei neuen Typs zu setzen. Diese wird am 01.01.2019 gegründet und soll den Namen „Dreieinigkeit Oberlahn“ tragen.

Mit viel Herzblut haben wir unsere Ideen zusammen getragen

Sylke Semmelroth

In einem festlichen Gottesdienst überreichten die Pastoralauschuss-Vorsitzende Renate Schuld und ihre Stellvertreterin Sylke Semmelroth den Vorschlag zur Gründungsvereinbarung an den Weihbischof: „Mehr als hundert Mitglieder unserer neun Pfarreien haben sich unter dem Motto "eins werden - viele bleiben" seit der Auftaktveranstaltung im August letzten Jahres in den verschiedenen Arbeitsgruppen Gedanken gemacht. Es ging darum, wie unsere neue Pfarrei neben den notwendigen strukturellen Veränderungen, mit Leben gefüllt werden und das neue Miteinander gelingen und gestaltet werden kann. Mit viel Engagement und Herzblut, manchmal mutig, manchmal ein wenig wehmütig, aber immer mit dem Ziel vor Augen haben wir unsere Ideen, Wünsche und Interessen formuliert“ führte Sylke Semmelroth aus. „Wir freuen uns, Ihnen dieses Arbeitspapier zur weiteren Beratung im Bischöflichen Ordinariat mitgeben zu dürfen.“

Pfarreigründung ist ein Termin - Pfarreiwerdung ein langer Prozess

Weihbischof Dr. Thomas Löhr

In seiner Predigt ging Weihbischof Dr. Löhr auf das Tagesevangelium ein. Er sagte, dass es sich mit dem Reich Gottes wie mit einem Mann verhält, der Samen auf seinem Acker sät. Er verteilt die Körner auf dem Feld. Anschließend bleibt ihm nichts anderes übrig als zu warten. Erst bei der Ernte wird er wieder gebraucht. Die Zeit zwischen Aussäen und Ernten ist die Zeit des Wunders. Aus dem scheinbar toten Korn entsteht zahlreiche Frucht. Der Mensch kann säen und unter Anstrengung ernten – das Wunder des Reifens und Wachsens bewirkt er dagegen nicht. Dies ist einzig Gott vorbehalten.

Ähnlich verhält es sich mit der Pfarreiwerdung. Vieles, was bisher gut gelungen ist, wird immer schwerer aufrecht zu erhalten. Manches muss aufgegeben werden. Aber es entstehen neue Chancen und Herausforderungen. Es gibt für neue Menschen Möglichkeiten, sich im kirchlichen Leben einzubringen. Pfarreigründung ist nur ein gesetzter Termin - in diesem Fall der 01.01.2019. Pfarreiwerdung aber ist ein langer Prozess. Er wird noch Jahre dauern und nie wirklich abgeschlossen sein. Ähnlich verhält es sich mit unserem Glaubensweg. Auch dieser beginnt mit der Taufe – und geht dann das ganze Leben weiter. Wir engagieren uns im Auftrag Jesu Christi, geführt durch seinen heiligen Geist. Wir dürfen aber nicht die Kirche mit dem Reiche Gottes verwechseln. Wir besitzen es nicht. Vielmehr ist die Kirche die Treuhändern des Reiche Gottes. Sein Wille geschehe, so beten wir im Vater Unser. Gott wirkt das Wunder, er weckt den Glauben, er stiftet Frieden und er begleitet uns auf unserem Lebensweg.

Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen

Bildungsforum Mengerskirchen

Weihbischof Dr. Löhr dankte dem Pastoralausschuss  für den Vorschlag der Gründungsvereinbarung. Er lobte das Zusammenwirken der vielen Gläubigen, die in zahlreichen Sitzungen miteinander um die Formulierungen gerungen haben. Er habe, so erzählte er, in den letzten Tagen einige Menschen kennen gelernt. Als Beispiel nannte er das Bildungsforum Mengerskirchen. Hier spürte er, dass das Zusammenwirken vieler sehr wichtig sei, weil Kinder im Unterschied zu früheren Zeiten heute nicht mehr in einem geschützten Umfeld aufwachsen und ihren Platz in der Gesellschaft problemlos fänden. „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen,“ so sei der Leitsatz, den er mitgenommen habe.

Verschiedene Chöre bereiteten den Gottesdienst musikalisch vor

Der Gottesdienst wurde musikalisch von den Kirchenchören Heilig Kreuz Weilburg, St. Michael Mengerskichen, Jubilate Löhnberg und der Instrumentalgruppe Heilig Kreuz Weilburg sowie Organistin und Chorleiterin Elena Peters gestaltet. Die Liturgie zelebrierten neben Weihbischof Dr. Löhr auch die vier örtlichen Pfarrer Hans Mayer, Walter Henkes, Dieter Braun, Pater Robert Makanja sowie Gemeindereferent Hilmar Dutine und Gemeindereferentin Britta Höhler und Zeremoniar Alexander Perabo. Es ministrierten die Messdiener und Messdienerinnen, die im Sommer der Einladung des Papstes folgen und zur Wallfahrt nach Rom aufbrechen.

Im Anschluss fand ein Fest der Begegnung vor dem Pfarrzentrum statt, welches von den Messdienern organisiert wurde. Der Erlös kam der Ministrantenwallfahrt zugute. Auch der beliebte Bücherbasar zugunsten des Brunnenbauprojektes in Tansania fand wieder statt.

Ein paar Eindrücke aus dem Festgottesdienst

© Arnold Strieder
© Arnold Strieder
© Arnold Strieder
© Arnold Strieder
© Arnold Strieder
© Arnold Strieder
© Arnold Strieder