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15 Messdiener/innen unseres Pastoralen Raumes waren in Rom

15 Messdiener/innen unseres Pastoralen Raumes waren in Rom
15 Messdiener/innen unseres Pastoralen Raumes waren in Rom
© PR Weilburg-Mengerskirchen

Eine erlebnisreiche Woche in der ewigen Stadt

Am 27. Juli trafen wir uns alle nach 5 Wochen Sommerferien wieder, elf Jugendliche und vier Erwachsene. Als dann, mit einer Stunde Verspätung, der Bus auf den Weilburger Kirmesplatz einbog, wir eingestiegen waren und unseren Eltern gewunken hatten, wurde uns bewusst: „Jetzt geht es los!" Nach etwa zwei Stunden kamen wir in Frankfurt an und feierten einen an die italienische Hitze gewöhnenden und, mit denen verglichen, die wir in Rom noch erleben sollten, sehr eintönigen Gottesdienst.

1. Höhepunkt: Zwei unserer Minis dienen in St. Maria in Aracoeli

Besonderer Moment für 2 Messdienerinnen aus Heilig Kreuz und St. Maria Magdalena © PR Weilburg-Mengerskirchen

Die Fahrt nach Rom wurde doch noch recht anstrengend, aber lustig. Kaum angekommen, frisch gemacht und gesättigt, ging es in den nächsten Gottesdienst in der Kirche St. Ignazio de Loyola. Die Müdigkeit übermannte einige von uns und so fielen sie doch in das ein oder andere Nickerchen während der wirklich mitreißenden Predigt von Pfarrer Simon Schade aus der Pfarrei Herz Jesu Dillenburg.

Halbwegs ausgeschlafen begann am nächsten Morgen schon unser Programm. Wir hatten eine Führung durch eine der Katakomben Roms, zu der es einige interessante Geschichten gab. Der Gottesdienst in St. Maria in Aracoeli folgte, in welchem sogar zwei Messdiener unserer Gruppe messdienen durften. Später erzählten sie uns, dass selbst die Pfarrer dem Gottesdienst nicht immer andächtig gelauscht, sondern sich auch des Öfteren Witze gemacht hatten. Natürlich ließen wir es uns an unserem ersten richtigen Tag in Rom nicht nehmen, erst einmal ein Eis zu genießen. Es hellte die Stimmung wieder auf, die vorher durch den Kauf teurer und unbrauchbarer Briefmarken getrübt worden war.

Bischof Georg bekommt eine Gruppenkappe geschenkt

Gruppenfoto mit Bischof Georg © PR Weilburg-Mengerskirchen

Unseren freien Tag begannen wir gleich mit einem guten Frühstück und dem gut gelaunten Bischof Georg, welchem wir eine unserer Gruppenkappen schenkten - er war sichtlich begeistert.

Danach besichtigten wir das Kolosseum, in welches wir sogar trotz Deo-Flasche und Taschenmesser reinkamen. Am Nachmittag fuhren wir mit einem HopOn-HopOff-Bus durch Rom, wobei das HopOff eher vernachlässigt wurde. Nachdem dann alle Mädchen noch das obligatorische Hard-Rock-Café-Shirt geshoppt hatten, verbrachten wir noch ein wenig Zeit auf der Spanischen Treppe mit anderen Minis. Abends schliefen wir dann voller Vorfreude auf den nächsten Tag ein.

Tolle Stimmung rund um die Papst-Audienz

Ganz nah dran am Papst © PR Weilburg-Mengerskirchen

An diesem besonderen Tag sind wir extra früh aufgestanden, um uns an der Engelsburg mit den anderen Limburger Minis zu treffen. Kaum hatten wir uns auf den Weg Richtung Petersplatz gemacht, ging es auch schon mit Schlachtrufen wie „Ohne Limburg wär‘ hier gar nix los" oder „Unser Bischof heißt Georg" los. Etwa eineinhalb Stunden später, erfrischt von der Vatikanfeuerwehr, hatten wir einen Platz gefunden und dann sollte es auch nicht mehr lange dauern. Unsere Gruppenleiterin hatte es sehr passend beschrieben, als es auf einmal ganz leise und dann wieder total laut wurde: „Und dann war er da: Der Gänsehautmoment!" Alle hatten sich aufgestellt, winkten mit ihren Pilgertüchern und versuchten einen Blick auf den ja fast strahlenden Papst zu erhaschen.

Nach dem Segen des Papstes ging es doch leider recht schnell ins Hotel zurück, wobei das Thema des restlichen Abends die beeindruckende Papstaudienz blieb. Auch beim Abendessen, waren wir alle noch sehr aufgeregt, aber müde.

Für den römischen Busverkehr braucht man starke Nerven

Ein erhebendes Gefühl: Vortragen einer Fürbitte im Petersdom © PR Weilburg-Mengerskirchen

Der darauffolgende Mittwoch sollte recht schnell vorübergehen. Nach dem Gottesdienst in der wirklich beeindruckenden Kirche St. Paul vor den Mauern und einer wortwörtlich bewegenden Predigt, verbrachten wir unsere Freizeit damit, Pilgertücher zu tauschen, die internationalen Kirche zu besichtigen und einmal zur Vatikanpost hin und zurück über den Petersplatz zu sprinten.

Das nächste Highlight folgte am Donnerstag. Alles in allem hatten wir schon so unsere Erfahrungen mit dem wirklich überaus zuverlässigen Personen-Nahverkehr Roms gemacht und trotzdem war es jedes Mal aufs Neue ein Abenteuer.

Doch am Tag des Gottesdienstes im Petersdom, in dem eine Messdienerin unserer Gruppe sogar eine Fürbitte lesen durfte, ging wirklich alles schief. So brauchten wir für die planmäßig eineinhalbstündige Anreise doch „nur" dreieinhalb Stunden. Daher musste sich die Gruppe aufteilen. Die zwei Messdienerinnen, die wegen der Fürbitte vorgelaufen waren, platzten während des Gebetes der Pfarrer und des Bischofs in die Sakristei hinein, was letztendlich doch ein Schmunzeln wert war. Da die Gruppe sich zuvor aufgeteilt hatte, teilten wir uns auch den Gottesdienst auf. Fast alle bekamen einen Teil mit. Später besichtigten wir noch die Vatikanischen Museen, welche bestimmt sehenswerter gewesen wären, wenn wir nicht alle so angestrengt von den Eindrücken des Vormittags gewesen wären. Um ins Hotel zurückzukommen, wollten wir wieder Buslinie 218 nehmen, die wir beinahe verpasst hätten, wäre nicht einer unserer Minis wider aller Verkehrsregeln, über die Straße gerannt und hätte den Bus heldenhaft aufgehalten. Abends fuhren wir dann noch zum Limburger Abend, welchen wir mit Papstbingo, tanzen und singen verbrachten.

Rückfahrt über Assisi

Auch in der Basilika in Assisi durften zwei Teilnehmer unserer Gruppe messdienen. © Bistum Limburg

Am nächsten Morgen ging es nach Assisi. Weil wir den größten Teil mit Gesprächen über die Reise verbracht haben, schliefen viele von uns im Bus ein. Den Tag in Assisi verbrachten wir damit, Souvenirs zu kaufen, vor einer Kirche alle möglichen Karten- und Ballspiele zu spielen und eine Flachwitzchallenge vor dem Kloster in Assisi zu veranstalten. Während des Gottesdienstes, bei dem zwei Ministranten unserer Gruppe dienen durften, trug einer unserer Teilnehmer unsere Danksagungen vor. Es wurde laut gelacht, als er für die größtenteils problemlosen Busfahrten dankte, da vorallem der Bus aus Frankfurt seine Schwierigkeiten hatte. Nachdem Pfarrer Uwe Michler den Segen für uns und unsere Gaben gesprochen hatte, wurde das letzte Lied der Romwallfahrt gespielt und selbst als alle Strophen gesungen waren wollte man nicht aufhören zu singen. Gegen halb zehn ging es dann gen Heimat. Alles in allem war es eine unvergessliche und einmalige Reise, an die wir uns noch lange erinnern werden.

Ein Ministrant aus Dreifaltigkeit sprach in der Basilika in Assisi im Namen aller 1.000 Limburger Teilnehmer Dank für die gelungene Wallfahrt. © Bistum Limburg

Hoffentlich bis bald in Rom!